Langfassung:
Am 25.04.1986 erblickte ich das Licht der Welt. Mein Geburtsort ist Nowomoskowsk.
Bereits ein Jahr vor meiner regulären Einschulung, im September 1992, begann meine künstlerische Ausbildung an der Musikschule im Fach Klavier. Im September 1993 wurde ich an der Mittelschule in Nowomoskowsk eingeschult. Obwohl es an meinem Wohnort eine näher gelegene Schule gab, entschied sich meine Mutter ganz bewusst für diese, weil dort bereits ab der ersten Klasse Englisch als Fremdsprache unterrichtet wurde.
Im Alter von 11 Jahren, also ab 1997, nahm ich mit Unterstützung meiner Mutter bereits selbst Einfluss auf meinen weiteren Bildungsweg. Ich bewarb mich an der Kinderkunstschule und erfüllte die strengen Aufnahmekriterien. Mir war bewusst, dass sich der Fokus meiner Entwicklung auf diese Ausbildung richten musste. Schweren Herzens unterbrach ich deshalb den Klavierunterricht an der Musikschule. Diese Entscheidung erwies sich im Nachhinein als richtig, denn meine Anstrengungen waren von Erfolg gekrönt: Auf der Gebietsausstellung „Meister des neuen Jahrtausends“ im Jahre 2000 erzielte ich den ersten Platz. Der Siegerpreis, eine einwöchige Reise nach Welegosch, motivierte mich zusätzlich. Durch diese Erfahrung bereichert und steigerte ich meine schulischen Leistungen nochmals und konnte 2001 die Kunstschule mit einem Notendurchschnitt von 1,17 erfolgreich abschließen. Danach setzte ich den Lehrgang in der Musikschule fort und erweiterte ihn durch das Fach Trompete.
Seit 2002 lebe ich in Deutschland. 2004 absolvierte ich erfolgreich einen Deutschsprachkurs und den Realschulabschluss an IIK in Erfurt. Am Gymnasium legte ich wiederholt die Prüfungen für den Realschulabschluss ab, denn die Gesetzeslage setzte das zusammen mit dem Wiederholen der zehnten Klasse voraus. Am 18. Juni 2007 habe ich die letzte Prüfung für das Abitur an dem Staatlichen Gymnasium „Geschwister Scholl“ in Sondershausen bestanden. Das war mit Abstand der Schwierigste Schritt, denn die Anforderungen am Gymnasium waren sehr hoch.
2006 begann ich ein Gehäuse für eine Bodenstanduhr zu bauen. Inkrustieren, Elfenbein- und Holzschnitzen, Drechseln, Steinmetz- und Goldschmiedetechniken wandte ich an. Bis 2009 arbeitete ich regelmäßig an dem Kunstwerk.
Im August 2007 wurde ich an der Fachhochschule Frankfurt am Main im Studienfach Architektur immatrikuliert und nach dem Abschluss des 1. Semesters wegen der Einberufung zum 9-Monatigen Grundwehrdienst exmatrikuliert. Seit dem 1. Januar 2009 bin ich wieder ein ziviler Mensch geworden. Das Studium an der FH setzte ich fort, doch ein Jahr Zwangspause gab mir Zeit zum Nachdenken. Die Qualität der Unterricht an der FH war zu der damaligen Zeit sehr Mangelhaft. Es mag sein, dass es vielleicht ausreichend PC-Plätze und Räumlichkeiten im neu gebauten Hochschulgebäude gibt, doch das ist kein Garant einer Hochwertigen Ausbildung. Der vor Kurzem eingeführte Bachelor/Master System war zudem noch in den Anfängen. Somit auch wegen der Differenzen mit einem der Professoren brach ich das Studium ab. Im Vergleich zu dem Leistungsdruck am Gymnasium ist die Fachhochschule ein Kurort gewesen. Zeitweise bewältigte ich Abschlussarbeiten alleine, da ich kein Team finden konnte. Also erledigte ich die Aufgaben die für fünf Studenten bestimmt waren. Paar Male machte ich das mit doch schlussendlich war mir meine Zeit dafür zu schade und ich widmete mich ganz dem autodidaktischen Erlernen der Uhrmacherkunst.
Seit März 2008 bin ich bei der Watch-Wiki registriert und seit 2010 zähle zu den Administratoren.
Das Interessenkreis der Sächsischen Uhrmacherkunst in Glashütte gab mir einen weiteren Schub und ich konnte mich weiter entwickeln. Mein Werkstatt bekam erste Industriemaschinen. Im Jahre 2009 begann ich die Arbeit an dem Projekt eines Uhrwerkes aus Elfenbein. Ein Jahr später gelang es mir schon die Ersten Teile für dieses Werk in Handarbeit zu produzieren.
2011 meldete sich Herr Marco Lang von der Dresdener Uhrenmanufaktur Lang und Heyne bei mir und fragte mich, ob ich mir vorstellen kann, dass es einmal eine L&H Elfenbeinuhr "Projekt Alexander Babel" gibt. Und im März 2012 war es so weit. Bei der Eröffnung von Hartding 1903 präsentierte man die erste Uhr.