Kreativität

Autorarbeit von Alexander Babel. „Trinitatiskirche“. Kubismus. 2006, Leinwand, Öl, 66 × 46 cm. Sondershausen.

„Kunst erfordert Wissen.“ Bertolt Brecht


Öl

Autorenarbeit von Alexander Babel. ‚Stillleben mit Troika‘. 2004, Leinwand, Öl, 54 × 78 cm. Filimonowskaja-Skulptur, deutscher Bierkrug, Teller mit Obst.
Stillleben mit ‚Troika‘, Alexander Babel, 2004, Leinwand, Öl, 54 × 78 cm

Im Gemälde „Stillleben mit ‚Troika‘“ werden russisch-deutsche Motive miteinander verbunden. Das Gehäuse der Uhr „Troika“ habe ich bereits in der Kunstschule angefertigt. Die Figuren weisen typische Merkmale der Filimonowo-Spielzeugtradition auf. Es ist leicht zu erkennen, dass dieses russische Volkskunsthandwerk den russischen Teil des Bildes symbolisiert. Der traditionelle deutsche Bierkrug steht für den deutschen Teil. Der Teller mit Obst im Vordergrund hat einen neutralen Charakter und belebt gewissermaßen die Komposition. 2004.

Autorenarbeit von Alexander Babel. „Trinitatiskirche“. Kubismus. 2006, Leinwand, Öl, 66x46 cm. Sondershausen.
Trinitatiskirche, Alexander Babel, 2006, Leinwand, Öl, 66x46 cm

Die Trinitatiskirche befindet sich in Sondershausen. Im Gymnasium bestand im Kunstunterricht die Aufgabe, diese Kirche zunächst zeichnerisch darzustellen und anschließend in einem bestimmten Kunststil umzusetzen. Mich interessierte der Kubismus, und ich versuchte mich in diesem Stil. 2006

Autorenarbeit von Alexander Babel. ‚Rose‘. 2004, Leinwand, Öl, 91 × 35 cm. Sondershausen.
Rose, Alexander Babel, 2004, Leinwand, Öl, 91 × 35 cm
Naturstudie für das Gemälde ‚Rose‘. 2004. Alexander Babel. Sondershausen.
Naturstudie für das Gemälde ‚Rose‘. 2004

Das Motiv mit der Rose entstand spontan. Diese Blume schenkte mir Frau Rudolf anlässlich des Abschlusses eines Sprachkurses. Die Rose blühte wunderschön, hatte eine angenehme Farbe und wirkte sehr malerisch. Hinzu kamen ein Notizblock mit Füllfederhalter sowie eine Drapierung im Hintergrund. 2004

Autorenarbeit von Alexander Babel. Ikone. Gemalt für einen Familienfreund – Vater Dionysius. 2006, Holz, Öl, 23 × 19 cm. Sondershausen.
Ikone, Alexander Babel, 2006, Holz, Öl, 23 × 19 cm

Die Ikone wurde für einen Freund der Familie – Vater Dionysius – gemalt. Nach seinem Tod ist das weitere Schicksal der Ikone unbekannt. 2006

IMAGO Erfurt

Die Arbeiten entstanden während des Besuchs der Designschule IMAGO in Erfurt.

Autorenarbeit von Alexander Babel. Porträt. Schule IMAGO, 2003, Bleistift, 50x42 cm.
Porträt, Alexander Babel, Schule IMAGO, 2003, Bleistift, 50x42 cm
Autorenarbeit von Alexander Babel. „Rotation“. Schule IMAGO, 2004, Pastell, 70x50 cm.
Rotation, Alexander Babel, Schule IMAGO, 2004, Pastell, 70x50 cm
Autorenarbeit von Alexander Babel. Druckgrafik. Schule IMAGO, 2004, 27x22 cm. Gravur.
Druck, Alexander Babel, Abdruck, Schule IMAGO, 2004, 27x22 cm

Graffiti-Workshop 2004, Erfurt

Alexander Babel. Teilnahme am Projekt Graffiti-Workshop an der Rückwand des InterCityHotel, Erfurt. 2004. Schule IMAGO.
Teilnahme am Projekt Graffiti-Workshop 2004, Graffiti an der Rückwand des InterCityHotel, Erfurt. 2004. Schule IMAGO.

Graffiti – Verbrechen oder Kunst? Das InterCityHotel befindet sich am Bahnhof in Erfurt. Eine seiner Wände zeigte zu den Gleisen und wurde immer wieder Ziel von Graffiti-Sprayern. Was sollte man mit einer beschädigten Wand tun? Der Hoteldirektor Jürgen Karl Kramer und die Leiterin der Schule IMAGO, Anne-Kathrein Maschke, stellten ein Team zusammen, das auf dieser 13 × 15 Meter großen Wand ein Kunstwerk schuf.

Wir danken:

  • InterCityHotel Erfurt, dem Hoteldirektor Herrn Jürgen Karl Kramer
  • IMAGO Erfurt, der Kursleiterin Frau Kozaku

und dem Team:

  • Leona Wagner, Aron Pekar, Claudia Otte, Alexander Babel, Jenny Seidel, Joseph Holland-Merten, David Ehrenberg, Matthias Flücke und Oliver König.

ERFURT 07.2004

Gymnasium, Sondershausen

Trinitatiskirche. Alexander Babel, 2005, Bleistift, 43x30,5 cm. Sondershausen.
Trinitatiskirche, Alexander Babel, Bleistift, 43x30,5 cm
Trinitatiskirche. Alexander Babel, 2005, Aquarell, 62x43 cm. Sondershausen.
Trinitatiskirche, Alexander Babel, 2005, Aquarell, 62x43 cm. Sondershausen.
Autorenarbeit von Alexander Babel. „Trinitatiskirche“. Kubismus. 2006, Leinwand, Öl, 66x46 cm. Sondershausen.
Trinitatiskirche, Alexander Babel, 2006, Leinwand, Öl, 66x46 cm

Fachhochschule in Frankfurt am Main

Löwe. Alexander Babel, Bleistift, 12.2007, 62x43 cm. Befindet sich im Senckenberg-Museum (Naturmuseum Senckenberg), Frankfurt am Main.
Löwe, Alexander Babel, Bleistift, 62x43 cm, 12.2007, befindet sich im Senckenberg-Museum (Naturmuseum Senckenberg), Frankfurt am Main
Triceratops (Triceratops). Alexander Babel, Bleistift, 12.2007, 62x43 cm. Hochschule in Frankfurt am Main.
Triceratops, Alexander Babel, Bleistift, 62x43 cm, 12.2007
Ameisenbär. Alexander Babel, Bleistift, 01/2010, 62 × 43 cm. Befindet sich im Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main.
Ameisenbär, Alexander Babel, Bleistift, 62 × 43 cm, 01/2010, Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main
Nuss. Alexander Babel, Bleistift, 10.2009, 62x43 cm. Hochschule in Frankfurt am Main.
Nuss, Alexander Babel, Bleistift, 62x43 cm, 10.2009
Schädel von Pavian und Stier. Alexander Babel, Bleistift, 11.2009, 62x43 cm. Befindet sich im Senckenberg-Museum (Naturmuseum Senckenberg), Frankfurt am Main.
Schädel von Pavian und Stier. Alexander Babel, Bleistift, 11.2009, 62x43 cm. Befindet sich im Senckenberg-Museum (Naturmuseum Senckenberg), Frankfurt am Main.
Hände. Die linke Hand wurde mit der rechten Hand gezeichnet, die rechte mit der linken. Alexander Babel, Bleistift, 10/2009, 62 × 43 cm. Fachhochschule Frankfurt am Main.
Hände. Die linke Hand wurde mit der rechten Hand gezeichnet, die rechte mit der linken. Alexander Babel, Bleistift, 10/2009, 62 × 43 cm. Fachhochschule Frankfurt am Main.
Kissen. Alexander Babel, Bleistift, 10/2009, 62 × 43 cm. Fachhochschule Frankfurt am Main.
Kissen. Alexander Babel, Bleistift, 10/2009, 62 × 43 cm. Hochschule Frankfurt am Main.

Meine Ausbildung an der Kunstschule

Mit 11 Jahren verspürte ich den starken Wunsch, zeichnen zu lernen, und 1997 begann ich die Kunstschule zu besuchen, an der ich vier lange Jahre diese Disziplin erlernte. In dieser Zeit war Sergej Nikolajewitsch Pingatschow Direktor der Schule.

Wir hatten sechs Fächer und Praxis:

  • Zeichnen
  • Malerei
  • Staffeleikomposition
  • Skulptur
  • Kunstgeschichte
  • Angewandte Komposition
  • Freilichtmalerei (Pleinair)
  • „Filimonowskaja Poljana“

Der Unterricht fand dreimal pro Woche statt, jeweils 4–5 Stunden pro Tag. Der Großteil dieser Zeichnungen entstand während des Schulunterrichts. Für eine Arbeit waren etwa 9–12 Unterrichtsstunden vorgesehen, das entspricht ungefähr 6–8 Zeitstunden. Beginnend mit einfachen geometrischen Formen und allmählich übergehend zu unterschiedlich komplexen Stillleben, erwarben wir die Fähigkeit, mit Bleistift und Aquarell zu arbeiten.

Die erste Bekanntschaft mit plastischem Gestalten hatte ich im Fach angewandte Komposition an der Kunstschule. Das Material war Ton. Meist modellierten wir Filimonowo-Spielzeuge, aber ich versuchte mich auch an einer Dymkowo-Figur sowie an mehreren Abaschewo-Spielzeugen.

Außerdem gab es Skulpturunterricht, in dem wir aus plastischer Modelliermasse verschiedene Figuren formten: Tiere, Vögel und Menschen.

Als später das Projekt der Standuhr entstand, war sofort klar, dass sie mit Skulpturen versehen sein sollte. Den oberen Teil des Uhrengehäuses krönt eine hölzerne Figur einer Harfenspielerin, und an der Spitze der Komposition schwebt eine geflügelte Sirin aus Mammutelfenbein. Die zauberhaften Klänge der Harfe und der Gesang der Sirin werden von Engeln aus Aquamarin begleitet, die die oberen Enden der seitlichen Säulen schmücken.

Zeichnung

Hase. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Hase, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm

Die Arbeit beginnt mit einer detaillierten Skizze der darzustellenden Formen. Obwohl es sich um eine erste Skizze handelt, muss sie klar und präzise sein. Schritt für Schritt beginnt die Arbeit am Tonwert. Wichtig ist es, ständig konstruktiv zu arbeiten. Formen, Tonwerte und Schraffuren müssen vom Anfang bis zum Ende der Zeichnung konsequent beachtet werden. Man darf radieren und erneut zeichnen. Die Härte des Bleistifts spielt dabei eine wichtige Rolle. Es ist notwendig, verschiedene Härtegrade und Druckstärken von „H“ bis „B“ zu verwenden. Bevor ich eine komplexe Komposition zeichnete, übte ich viel. Zunächst zeichnete ich einzelne Fragmente, danach verband ich jeweils zwei oder drei miteinander.

Nachdem ich etwas Erfahrung gesammelt hatte, konnte ich mich anatomischen Themen widmen. Es war notwendig, die Details des Schädels zu studieren. Danach zeichnete ich Gipsfiguren und Porträts. Das Porträt ist für mich das schwierigste und zugleich interessanteste Genre der Zeichnung.

Anatomie. Alexander Babel, 2. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Anatomie, Alexander Babel, 2. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 62 × 43 cm
Das Bärchen. Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Das Bärchen, Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Bleistift, 62 × 43 cm
Dorfessen. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Dorfessen, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Stillleben. Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Stillleben, Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 62 × 43 cm
Tagebuch. Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Tagebuch, Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Bleistift, 62 × 43 cm
Abgebrochene Kanne. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Abgebrochene Kanne, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Teekessel. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Teekessel, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Vogel. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Vogel, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Ente. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Ente, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Krähe. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Krähe, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Vase. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Vase, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Geometrische Figuren. Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Geometrische Figuren, Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 62 × 43 cm
Kapitell. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm. Entstanden im Zeichenunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Kapitell, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Bleistift, 62 × 43 cm
Venus. Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 43x30,5 cm. Entstanden im Zeichenunterricht an der Kinderkunstschule der Stadt Nowomoskowsk (Russland).
Venus, Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Bleistift, 43x30,5 cm

Malerei

Kürbis. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell, 43 × 50 cm. Entstanden im Malunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Kürbis, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell, 43 × 50 cm

Die Arbeit an diesen Aquarellen beginnt mit der Zeichnung und der Staffeleikomposition. In der Aquarellmalerei gilt die Grundregel, helle Partien möglichst lange hell zu lassen; dunkle Farben umhüllen die hellen Bereiche und erzeugen so den Lichteffekt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Weiß faktisch nur durch das Weiß des Papiers erreicht werden kann. Um das Volumen genauer wiederzugeben, werden die Farben gemischt. Dabei spielt auch die Konsistenz der Farbe eine wesentliche Rolle.

Abendmusik. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell, 43 × 62 cm. Entstanden im Malunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland)
Abendmusik, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell, 43 × 62 cm
Blumen. Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Aquarell, 43 × 30,5 cm. Entstanden im Malunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Blumen, Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Aquarell, 43 × 30,5 cm
Krug. Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Aquarell, 43 × 30,5 cm. Entstanden im Malunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Krug, Alexander Babel, 2. Klasse, 1998/99, Aquarell, 43 × 30,5 cm
Brezelringe. Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Aquarell, 62 × 43 cm. Entstanden im Malunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
Brezelringe, Alexander Babel, 3. Klasse, 1999/2000, Aquarell, 62 × 43 cm
Samowar. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell, 62x43 cm. Entstanden im Malunterricht an der Kinderkunstschule der Stadt Nowomoskowsk (Russland).
Samowar, Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell, 62x43 cm

Staffeleikomposition

Schule. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell. Entstanden im Unterricht für Staffeleikomposition in der Kinderkunstschule Nowomoskowsk (Russland).
Schule. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell

In diesem Fach studierten wir den Aufbau eines Bildes: wie man Gegenstände auf dem Blatt anordnet, was in den Vordergrund gehört, welche Proportionen zwischen unterem und oberem Bildbereich bestehen und wie der Hintergrund gestaltet wird. Menschen zu skizzieren ist für mich deutlich interessanter als ein Stillleben, da man beim Schraffieren und beim Farbauftrag vielfältigere Hilfstechniken einsetzen kann. Ein Porträt erfordert große Aufmerksamkeit – nicht nur hinsichtlich der Proportionen, sondern auch in Bezug auf die Kleidung. Die Arbeit „Gespräch“ fertigte ich zunächst in Bleistift an, um den Kontrast zwischen hellen und dunklen Tonwerten herauszuarbeiten. Erst danach versuchte ich, sie mit Farben auszuführen.

Harmonikaspieler. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell. Entstanden im Unterricht für Staffeleikomposition in der Kinderkunstschule Nowomoskowsk (Russland).
Harmonikaspieler. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell

Angewandte Komposition

Im Unterricht für angewandte Komposition studierten wir die Körperformen von Tieren und Menschen und modellierten anschließend selbst. Unser Material war Ton, aus dem wir Filimonowo-Spielzeuge herstellten. Wir begannen mit einfachen Enten und Hühnern und gingen dann zu komplexeren Figuren über, wie Bären, Katzen, Pferde sowie Damen und Soldaten. Außerdem lernten wir die Technik der Bemalung dieser Spielzeuge kennen: Farben, Elemente, Regeln für das Auftragen der Motive, deren Reihenfolge bis hin zur richtigen Pinselgröße. Die wichtigsten Merkmale der Filimonowo-Erzeugnisse sind:

  • drei Farben: Gelb, Rot und Grün
  • die gesamte Figur wird aus einem einzigen Stück Ton geformt
  • die Umrisse der Figuren sind überwiegend rundlich
  • Die fertigen Arbeiten wurden anschließend gebrannt und bemalt. Das Volkskunsthandwerk ist in Russland sehr ausgeprägt. Viele Regionen sind für die Herstellung von Tonspielzeugen bekannt. Es gibt Abaschewo-, Twer-, Dymkowo-, Gschel-, Filimonowo- und weitere traditionelle Spielzeugarten.

    Filimonowo-Spielzeug. Alexander Babel. 2000. Arbeiten, hergestellt im Unterricht für angewandte Komposition an der Kinderschule für Kunst in Nowomoskowsk (Russland).

    Volkskunst, Handwerk

    Das Filimonowo-Spielzeug ist ein russisches Volkskunsthandwerk, das seinen Namen vom gleichnamigen Dorf Filimonowo erhielt, in dem es entstanden ist.

    Tischuhr „Troika“. Filimonowo-Spielzeug, Alexander Babel, 2001. Drei Pferde ziehen eine Kutsche mit einem Soldaten und einer Dame, Uhrwerk ЧЧЗ (Tscheljabinsker Uhrenfabrik).

    Tischuhr „Troika“

    „Troika“, eine skulpturale Komposition im Stil des Filimonowo-Spielzeugs mit Uhr (ЧЧЗ – Tscheljabinsker Uhrenwerk), Alexander Babel, 2001

    Pleinair (Freilichtmalerei)

    Bei der Eisverkäuferin. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell. Entstanden im Freilichtunterricht der Kinderkunstschule in Nowomoskowsk (Russland).
    Bei der Eisverkäuferin. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell

    Jeden Sommer hatten wir Anfang Juni zwei Wochen Pleinair. Vier Stunden täglich zeichnete die ganze Klasse im Freien. Unsere Aufgabe war es, Natur, Häuser und menschliche Figuren in korrekten Proportionen darzustellen. Das ist besonders wichtig für das Fach „Staffeleikomposition“.

    Wir zeichnen. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell. Entstanden im Freilichtunterricht an der Kinderkunstschule der Stadt Nowomoskowsk (Russland).
    Wir zeichnen. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell.
    Pleinair. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell. Entstanden im Freilichtunterricht an der Kinderkunstschule der Stadt Nowomoskowsk (Russland).
    Pleinair. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Aquarell.
    Schulskizze. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Zeichnung. Entstanden im Freilichtunterricht an der Kinderkunstschule der Stadt Nowomoskowsk (Russland).
    Schulskizze. Alexander Babel, 4. Klasse, 2000/2001, Zeichnung.

    Filimonowskaja Poljana (Wiese bei dem Dorf Filimonowo)

    Am Fluss. Alexander Babel, Aquarell, 4. Klasse, 2000/2001. Sommerlager „Filimonowskaja Poljana“, Rajon Odojew, Gebiet Tula. Kinderkunstschule Nowomoskowsk (Russland).
    Am Fluss, Alexander Babel, Aquarell, 4. Klasse, 2000/2001. Sommerlager „Filimonowskaja Poljana“, Gebiet Tula (Russland)

    Im Sommer bestand außerdem die Möglichkeit, mit der Schule in ein Zeltlager zu fahren, das sich unweit des Dorfes Filimonowo befand. Unsere Betreuer waren Ljudmila Stanislawowna Miljutina, Andrej Nikolajewitsch Pingatschow und andere. Wir lebten in Zelten, kochten selbst und sammelten Beeren für den Abendtee. Außerdem bereiteten wir Ton vor, um im Unterricht für „Angewandte Komposition“ Material zum Arbeiten zu haben, und zeichneten sehr viel. Meine Arbeit „Gespräch“ entstand während dieses Aufenthalts. Ich hatte das Glück, zweimal daran teilnehmen zu können. Einige Jahre später wurde die Durchführung der „Filimonowskaja Poljana“ von der Schule eingestellt.

    Gespräch. Alexander Babel, Bleistift, 4. Klasse, 2000/2001. Sommerlager ‚Filimonowskaja Poljana‘, Rajon Odojew, Gebiet Tula. Kinderkunstschule Nowomoskowsk (Russland).
    Gespräch. Alexander Babel, Bleistift, 4. Klasse, 2000/2001. Sommerlager ‚Filimonowskaja Poljana‘, Rajon Odojew.
    Gespräch. Alexander Babel, Aquarell, 4. Klasse, 2000/2001. Sommerlager ‚Filimonowskaja Poljana‘, Rajon Odojew, Gebiet Tula. Kinderkunstschule Nowomoskowsk (Russland).
    Gespräch. Alexander Babel, Aquarell, 4. Klasse, 2000/2001. Sommerlager ‚Filimonowskaja Poljana‘, Rajon Odojew.